Technologie trifft Anwendungskompetenz
Wie moderne Laserlösungen die Produktion verändern
Steigende Qualitätsanforderungen, kleinere Losgrößen, mehr Variantenvielfalt und der Wunsch nach maximaler Flexibilität stellen produzierende Unternehmen vor immer neue Herausforderungen. Gleichzeitig müssen Prozesse effizient, wirtschaftlich und zukunftssicher gestaltet werden.
Im Interview mit Laura Capone sprechen wir über aktuelle Entwicklungen im Bereich Laserschneiden und Converting, die größten Herausforderungen in der industriellen Fertigung sowie die Anforderungen, die Kunden heute an moderne Produktionslösungen stellen. Darüber hinaus erfahren Sie, warum neben der Technologie vor allem die richtige Beratung und eine enge Partnerschaft entscheidend für den langfristigen Erfolg von Investitionen sind und welchen Mehrwert die Zusammenarbeit von eurolaser und Seyffer für Anwender bietet.

Welche Herausforderungen sehen Sie bei Kunden aktuell am häufigsten, wenn es um Converting-Lösungen geht? Und wo liegen aus Ihrer Sicht die größten Pain Points im Arbeitsalltag der Anwender?
Viele unserer Kunden stehen heute unter enormem Druck, effizienter, flexibler und gleichzeitig nachhaltiger zu produzieren. Besonders häufig erleben wir, dass klassische mechanische Bearbeitungsverfahren an ihre Grenzen stoßen – etwa bei empfindlichen Materialien, komplexen Geometrien oder häufig wechselnden Aufträgen.
Zu den größten Pain Points gehören aus unserer Sicht lange Rüstzeiten, Materialverluste, Werkzeugverschleiß und die Herausforderung, eine konstant hohe Qualität sicherzustellen. Positionier- und Wiederholgenauigkeit sind ein großes Thema besonders bei mehrstufigen Prozessen und Applikation von Layern in Zwischenschritten, dafür ist unser neues Twin-Table-Konzept mit dauerhaftem Vakuum die perfekte Lösung. Gleichzeitig steigt der Anspruch, auch kleine Losgrößen wirtschaftlich produzieren zu können. Genau hier bieten laserbasierte Converting-Lösungen enorme Vorteile, weil sie flexibel, präzise und ohne Werkzeugwechsel arbeiten.
Hinzu kommt, dass viele Unternehmen heute deutlich schneller auf Marktanforderungen reagieren müssen. Produktionsprozesse müssen deshalb nicht nur leistungsfähig, sondern auch ohne großen Mehraufwand anpassungsfähig sein.
Welche Anforderungen haben in den letzten Jahren besonders zugenommen? Eher kleinere Losgrößen, mehr Variantenvielfalt oder höhere Qualitätsansprüche?
Eigentlich sehen wir alle drei Entwicklungen gleichzeitig und genau das macht die Anforderungen heute so anspruchsvoll.
Die Losgrößen werden kleiner, die Produktvielfalt steigt und gleichzeitig erwarten Kunden höchste Qualität sowie reproduzierbare Ergebnisse. Besonders im Bereich technischer Textilien, Folien und Acryl sehen wir eine starke Individualisierung.
Das bedeutet für unsere Kunden: Sie brauchen Produktionssysteme, die flexibel arbeiten, schnelle Produktwechsel ermöglichen und trotzdem eine hohe Prozesssicherheit bieten. Genau deshalb gewinnt die werkzeuglose Bearbeitung mit dem Laser immer stärker an Bedeutung.
Wie wichtig ist für Kunden heute die Fähigkeit, auf wechselnde Anforderungen schnell reagieren zu können?
Das ist inzwischen einer der entscheidenden Wettbewerbsfaktoren.
Viele Märkte verändern sich extrem dynamisch – sei es durch neue Materialien, kürzere Produktlebenszyklen oder individuelle Kundenanforderungen. Unternehmen müssen deshalb in der Lage sein, neue Produkte schnell umzusetzen, Prototypen kurzfristig zu realisieren und Produktionsprozesse flexibel anzupassen.
Mit einer Laserlösung können Kunden sehr schnell auf neue Anforderungen reagieren, ohne zusätzliche Werkzeuge beschaffen oder lange Umrüstzeiten einplanen zu müssen. Diese Agilität schafft nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern gibt Unternehmen auch deutlich mehr Sicherheit bei zukünftigen Entwicklungen.
Warum ist es für Kunden so wertvoll, nicht nur eine Maschine zu bekommen, sondern auch einen Partner, der die Anwendung wirklich versteht?
Eine Maschine allein löst selten die gesamte Herausforderung. Entscheidend ist, dass die Technologie optimal zur jeweiligen Anwendung passt.
Unsere Kunden erwarten heute nicht nur eine technische Lösung, sondern echte Beratung auf Augenhöhe. Es geht darum, Materialien zu verstehen, Prozesse gemeinsam zu optimieren und die beste Lösung für die jeweilige Anwendung zu entwickeln.
Gerade bei anspruchsvollen Materialien oder individuellen Produktionsprozessen ist Erfahrung extrem wichtig. Deshalb begleiten wir unsere Kunden oft schon sehr früh in der Projektphase, testen Anwendungen gemeinsam und entwickeln Lösungen, die langfristig wirtschaftlich funktionieren.
Ein partnerschaftlicher Ansatz schafft Vertrauen und hilft Kunden dabei, Investitionssicherheit zu gewinnen.
Wie ergänzt Seyffer Ihre Technologie und Anwendungskompetenz im direkten Kundengeschäft?
Seyffer ergänzt unsere Technologiekompetenz ideal durch eine sehr starke Beratungskompetenz und ein tiefes Verständnis für industrielle Prozesse.
Im direkten Kundengeschäft ist das enorm wertvoll, weil Kunden dadurch nicht nur Zugang zu modernster Lasertechnologie erhalten, sondern gleichzeitig einen Partner an ihrer Seite haben, der die Anforderungen aus Produktion und Automation sehr genau kennt.
Die Kombination aus unserer Anwendungserfahrung im Bereich Laserschneiden und der Materialkompetenz von Seyffer schafft für Kunden einen echten Mehrwert.
Welchen konkreten Mehrwert hat der Kunde davon, dass eurolaser und Seyffer so eng zusammenarbeiten?
Der größte Vorteil liegt darin, dass Kunden ganzheitlich betreut werden.
Durch die enge Zusammenarbeit können wir Projekte deutlich effizienter umsetzen – von der ersten Beratung über Materialtests bis hin zur Integration in bestehende Produktionsumgebungen.
Sie haben eine konkrete Klebeanforderung?

“Converting beginnt für uns nicht bei der Maschine, sondern beim Verständnis für Anwendung, Prozess und Anforderungen.”
Simone Gerhart
Leiterin Converting Center der Seyffer GmbH
Telefon: +49 (0) 621 8779 – 147