Erfahrungen bei Seyffer in Mannheim – Mitarbeiterinterview

Interview mit Klaus Schubert

Klappe auf, die Zwölfte – Mitarbeiter ergreifen das Wort

Unternehmen, Firma, Betrieb – das klingt alles nach starren, leblosen Gemäuern. Unternehmen, das sind aber Menschen wie Sie zum Beispiel und wie wir. Damit Sie wissen, wer hinter unserem „wir“ steht, bekennen wir Farbe und zeigen Gesicht, in unseren News, für Sie gemacht.

Das erfahrene Gesicht: ab in die verdiente Rente

Interview mit Herrn Klaus Schubert – unserem treuen Außendienstmitarbeiter.

Guten Morgen, Herr Schubert. Schön, dass Sie sich Zeit für das Mitarbeiterinterview genommen haben. Denn eigentlich wartet heute kein erlebnisreicher Arbeitsalltag auf Sie, sondern der wohlverdiente Ruhestand. Wie fühlt man sich als frischgebackener Rentner?
Natürlich, freue ich mich. Jetzt habe ich mehr Zeit für mich und meine Familie. Allerdings ist das auch ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach dreißig Jahren im Unternehmen.
Das ist eine lange Zeit. Dann sind Sie also schon 1990 ins Unternehmen eingetreten?
Richtig, am ersten Februar war das, da erinnere ich mich noch gut. Aus dem Freundeskreis hatte ich erfahren, dass Seyffer einen Außendienstmitarbeiter für Schleifmittel sucht. Als gelernter Feinmechaniker und mit Lust auf berufliche Veränderung habe ich da meine Chance gewittert. Meine technische Ausrichtung hat zu den ebenfalls technischen Produkten für die Oberflächenbearbeitung optimal gepasst.
Seyffer hat das wohl genauso gesehen und Sie prompt eingestellt.
Genau. Und mir gleichzeitig den kaufmännischen Quereinstieg ermöglicht, der für den Außendienst ja unverzichtbar war. Aber da habe ich mich schnell reingefuchst und richtig Gefallen daran gefunden
Was war das im Einzelnen?
Am Anfang stand die Neukunden-Akquise. Ich war für Baden-Württemberg zuständig und habe gemeinsam mit unserem Partner von 3M das ganze Außendienst-Programm übernommen. Wir haben persönlichen Kontakt zu Handwerk und Industrie aufgebaut, regelmäßig neue Produkte vorgestellt, für zuverlässigen Nachschub von Verbrauchsmaterialien gesorgt und Schleifmittel gezielt für bestimmte Anforderungen empfohlen. Als autonome Abteilung für Schleifmittel innerhalb der Firma Seyffer haben wir unser Gebiet aufgemischt und Kunden aller Größenordnungen betreut.
Das hört sich nach richtig Action an…
War es im Prinzip auch. Wir hatten keine Computer, Smartphones oder Tablets, sondern haben alles handschriftlich aufgenommen, die Firmen mit neuen Produkten bemustert, mit praktischen Anwendungsbeispielen überzeugt und das FAX war unser meistgenutztes Kommunikationsmittel. Das hat uns zu einer flexiblen, schlagkräftigen Truppe gemacht. Unsere Kunden haben davon maximal profitiert und das persönliche Verhältnis zu uns geschätzt.
Gab es auch negative Erlebnisse im Außendienst?
Wirklich negative Erlebnisse hatte ich nicht, aber natürlich gab es nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen. Wenn Kunden beispielsweise ein Produkt umgestellt haben und große Posten Material einfach nicht mehr benötigt wurden, konnte das schon kleine Löcher in den Umsatz reißen. Durch die dynamischen Preisanpassungen der Hersteller waren zudem fast jährlich neue Preisverhandlungen mit den Kunden angesagt. Auch das war nichts wirklich Negatives, aber es gab eben schönere Aufgaben, als mit den Kunden über Preiserhöhungen zu verhandeln.
Was zählte zu solch schöneren Aufgaben?
Wenn in Unternehmen etwas Großes gewachsen ist, und man selbst als Experte voll in den Prozess integriert war. Dass man als Außendienstmitarbeiter nicht nur als Verkäufer bzw. Lieferant betrachtet, sondern als Fachmann anerkannt wurde, war für mich die größte Wertschätzung durch den Kunden. Ich habe meine Erfahrung dann auch in große Herausforderungen fließen lassen und mich bei Erfolg mindestens genauso gefreut wie der Kunde selbst.
Heutzutage ist das nicht unbedingt verkäufertypisch.
Das stimmt, aber das war schon immer seyffertypisch. Ich bin von meinen Kollegen nach Firmeneintritt sehr gut eingearbeitet worden. Der Außendienst war aus kaufmännischer Sicht so eine Art betreuter »learning-by-doing«-Prozess. Die Zuweisung eines bestehenden Kundenstamms hat gleich viel Druck genommen und die Einarbeitung zusätzlich erleichtert. Irgendwann macht es einfach klick und es läuft. Ich habe schnell gelernt, wie wichtig persönliche Kontakte zum Kunden sind.
Und das ist bis heute so?
Die Digitalisierung hat vieles verändert, vereinfacht und einiges auch unpersönlicher gemacht. Aber das ist der Preis des Fortschritts: Der Nachwuchs in den Unternehmen kommt von vornherein mit einer anderen Ausbildung und neuen Methoden, die mehr auf neutraler Professionalität beruhen. Dem Fachlichen tut das keinen Abbruch, aber das kumpelhafte Miteinander gerät dadurch in den Hintergrund. Wo früher eine gute Beziehung zum Kunden das Zünglein an der Waage sein konnte, geben heute Kennzahlen und harte Fakten den Ton an. Man ruft nicht nur den Kundenbetreuer an, um über einen Preis zu verhandeln, sondern holt sich mit wenigen Klicks dutzende Angebote zusätzlich ein. Aber im Ruhestand muss ich mir den Kopf darüber nicht zerbrechen und kann mich anderen Dingen widmen.
Zum Beispiel?
Wie anfangs erwähnt, werde ich die Zeit mit meiner Familie genießen und mich um die kleinen Instandhaltungsmaßnahmen für unser Haus kümmern. Bei gutem Wetter werde ich mich auch einfach auf meine Harley schwingen und eine gemütliche Runde durch den Pfälzerwald drehen.
Das klingt nach einem Plan. Rückblickend aus dreißig Jahren Unternehmenszugehörigkeit: Wie beschreiben Sie die Seyffer GmbH in drei Worten?
Familiär. Fürsorglich. Zukunftsorientiert.
Dann bedanke ich mich für das offene Gespräch und überlasse den Abschluss Herrn Stephan Seyffer, der Ihnen gerne noch ein paar Worte mit auf den Weg geben würde.
Ja, denn ich möchte mich auch an dieser Stelle noch einmal im Namen der gesamten Seyffer GmbH und deinen Kollegen für die lange und sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Klaus, dreißig Jahre sind kein Pappentstiel, wie man so schön sagt, sondern stehen Pate für eine Treue und Loyalität, wie sie in der schnelllebigen Arbeitswelt nicht mehr selbstverständlich sind. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön von mir persönlich. Genieße Deine Rente, das hast Du Dir mehr als verdient. Ich wünsche Dir alles Gute. Bleibe bitte gesund!
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